Zertifizierung zum Scrum-Master Oder: Was ein Veränderungsmanager von agiler Softwareentwicklung lernen kann. Inhalt

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Zertifizierung zum Scrum-Master


Vor einiger Zeit stieß ich zufällig auf das "Agile Manifest", ein Manifest aus der Softwareentwicklung, u.a. geprägt von Ken Schwaber:

1.Individuen und Interaktionen sind wichtiger als Prozesse und Werkzeuge.
2.Funktionierende Lösungen sind wichtiger als ausführliche Dokumentationen.
3.Die stetige Abstimmung mit dem Kunden ist wichtiger als die ursprüngliche Leistungsbeschreibung in Verträgen.
4.Der Mut und die Offenheit für Änderungen stehen über dem Befolgen eines festgelegten Plans.

Meine Neugier war geweckt.
Wenn dies die wesentlichen Grundlagen des Vorgehens agiler Softwareentwicklung darstellen, muss es darunter einfach spannende Werkzeuge und Ideen zum Veränderungsmanagement geben.
In einem Scrum-Seminar von und mit Joseph Pelrine wurde ich fündig. Pelrine bezeichnet Scrum als Methode, um Arbeit in einem sozial komplexen Bereich zu managen, d.h. Scrum ist immer dann sinnvoll, wenn wir es mit hoher Unbeständigkeit und vielen Änderungen zu tun haben. Womit deutlich wird, dass Scrum nicht nur für die Softwareentwicklung geeignet ist.
Die wesentlichen Erfolgsfaktoren von Scrum sind aus meiner Sicht die Zerlegung der komplexen Aufgabe in Sprints (innerhalb von 2- max. vierwöchigen Sprints wird ein Produktmerkmal fertiggestellt), der eigenverantwortlichen Arbeit des Teams (das Team entscheidet, was im Sprint wie abgearbeitet werden kann), einer klaren Rollendefinition und eine "gnadenlose" Transparenz sowie klare Kommunikationsstrukturen. Das ganze wird getragen von nützlichen Regeln, z.B. für effiziente Besprechungen (z.B. gehe nicht zu einem Meeting, welches kein Ziel hat!).
Mich beeindruckt die Klarheit und Konsequenz des Ansatzes, bei dem in allen Bereichen die Dynamik menschlicher Systeme berücksichtigt wird.

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